"Unglaublich beleidigend"

Spaniens Trainer attackiert Kritiker des "besten Spielers der Welt"

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Luis de la Fuente knöpft sich die Kritiker vor. (Foto: IMAGO/EPA)
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19.06.2026 | 11:24 Uhr
Nach der Blamage zum WM-Auftakt gegen Kap Verde wächst in Spanien die Kritik - auch an der Aufstellung und den Personalien von Trainer Luis de la Fuente. Der wehrt sich mit deutlichen Worten.

Der überraschende Patzer der spanischen Fußball-Nationalmannschaft hat in der heimischen Presse Diskussionen ausgelöst. Zum einen wurden die Einwechslungen von Trainer Luis de la Fuente kritisiert. Er hatte erst in der 71. Minute erste Wechsel vorgenommen. Zudem wurden auch Schlüsselspieler wie Mittelfeldspieler Rodri angezählt. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, das Spiel des Europameisters zu verlangsamen.

Das wollte der spanische Coach nicht so stehen lassen. "Ich finde es unglaublich beleidigend, dass man so etwas über den besten Spieler der Welt sagt", sagte de la Fuente dem Radiosender Cadena COPE und bügelte die Kritik am Profi von Manchester City harsch ab. "Würden die Leute das auch über andere sagen, die als die Besten der Welt gelten? Ich glaube, das würden sie sich nicht trauen."

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Der Nationaltrainer ereiferte sich weiter: "Aber weil sie Spanier sind, sagen wir Dinge über unsere eigenen Leute, die wir über andere nicht sagen würden." Rodri sei für ihn "der beste Spieler der Welt", so de la Fuente. "Selbst wenn er nur 50 Prozent seiner Leistung bringt, ist er besser als die meisten anderen Mittelfeldspieler. Er sorgt für Klarheit, Weitblick und Ausgewogenheit. Rodri ist eine Inspiration für uns."

De la Fuente erinnert an Olmo-Comeback

Die beiden Jung-Stars Lamine Yamal und Nico Williams wurden gegen Kap Verde erst spät ins Spiel gebracht, beide sind nach überstandenen Verletzungen noch nicht wieder ganz bei 100 Prozent. De la Fuente schob die umhergeisternden Fitness-Bedenken beiseite und versprach, die Spieler würden zur richtigen Zeit in Form kommen. "Wir müssen uns keine Sorgen machen“, sagte er. "Sie werden in dem Moment bereit sein, in dem wir sie brauchen. Am Sonntag werden sie mehr Spielzeit bekommen, und im dritten Spiel gegen Uruguay werden sie noch besser sein."

De la Fuente erklärte sein Vorgehen mit den Erfahrungen aus der vergangenen Europameisterschaft in Deutschland: "Bei der letzten EM kam Dani Olmo trotz einer Verletzung zum Einsatz. Er hätte zu Hause bleiben können. Wir haben beschlossen, das Risiko einzugehen. Olmo kam, erholte sich und wurde Torschützenkönig. Niemand erinnert sich heute noch daran, aber ich schon."

Schon nach der Blamage gegen Kap Verde hatte De la Fuente versucht, Gelassenheit auszustrahlen. Sein Team ist weiterhin seit 32 Pflichtspielen ungeschlagen. "Wir sind völlig ruhig und überzeugt, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben. Unserer Ansicht nach stehen noch sieben Spiele aus", sagte er. 

Vor den nächsten Gruppenduellen ist die Lage in Gruppe H völlig offen, weil auch Uruguay und Saudi-Arabien Unentschieden spielten. Alle vier Teams stehen bei jeweils einem Punkt. Spanien trifft am Sonntag (18 Uhr/MagentaTV und ntv.de-Liveticker) in Atlanta auf Saudi-Arabien, im letzten Gruppenspiel (27. Juni) geht es gegen Uruguay.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc